Auch die Körperbehaarung scheint der Mode unterworfen zu sein. ‚Wer kennt nicht die Statuen aus der Antike, in der die Helden nackt dargestellt werden, aber keinerlei Anzeichen von Behaarung im Intimbereich aufweisen. In unserer "modernen" Zeit war das lange Zeit kein Thema. Wenn gleich viele Frauen sich die Beine und Achselhöhlen rasierten oder sonstwie die Haare entfernten, so war es doch in andern Bereichen des Körpers nicht üblich und jeder versteckte sein Geschlecht unter dem mehr oder minder starken Haarwuchs, der von Natur aus dort anzutreffen ist.
Vor etwa 10 – 15 Jahren kam dann die Mode auf, sich Tattoo's an allen möglichen Stellen anbringen zu lassen, auch im Schambereich. Richtige Tattoo's haben aber den Nachteil, dass man sie nicht mehr entfernen kann. Andererseits, wenn es schöne Motive sind, sieht es ja auch nicht übel aus. Fast zur gleichen Zeit kamen dann einige auf die Idee des Piercing. Von nun an zierten kleine Stecker oder Ringe den Nabel, aber auch die Schamlippen. Für viele war das beim Sex natürlich der ultimative Kick. Aber was nützt Piercing, wenn man es nicht richtig sehen kann?
So folgte dann der nächste Schritt. Immer mehr Frauen reduzierten bis auf einen kleinen Rest, meist oberhalb der Schamlippen, ihre Intimbehaarung. Die Begründungen sind recht vielseitig. Die einen sagen, es sei einfach hygienischer, andere meinen es sieht schöner aus, oder so gefällt es mir und meinem Partner besser, wenn man etwas sehen kann bzw. den Mund nicht voller Haare hat. Aber diese Mode ist nicht neu. Schon seit Jahrhunderten, kann man wohl sagen, ist die Entfernung der Intimbehaarung bei den Frauen vor allem in orientalischen Ländern etwas völlig normales. Eine behaarte Frau hätte dort bei einem Mann keine Chance, außerdem ist durch die klimatischen Bedingungen der Aspekt der Hygiene durchaus beachtenswert. Aber auch in den Vereinigten Staaten und in Südamerika gehört die Haarentfernung schon lange zum klassischen Körperpflegeprogramm.
Aber damit nicht genug. Nach den Frauen begannen auch immer mehr Männer, sich ihrer Haare zu entledigen. Heute ist es keine Seltenheit, dass ein Mann die Beine rasiert oder die Achselhöhle haarfrei macht, gar nicht zu reden von der Brust. Doch auch im Schambereich holen die Männer auf. Es gibt viele, vor allem unter den Jüngeren, die ebenfalls den Schambereich rasieren. Manche machen nur ihr bestes Stück völlig frei, andere kürzen den Rest auch noch erheblich ein oder machen eine Totalentfernung.
Nach einer Untersuchung von Wilkinson (Rasierklingen) rasieren sich bei 18 – 30 jährigen Frauen heute etwa 60%, in Großstädten sollen es sogar über 80% sein. Auch Philips hat eine Studie durchgeführt und ist zu ganz ähnlichen Ergebnissen gekommen, allerdings mit dem Unterschied, dass hier auch die Männer befragt wurden und dabei zeigte sich, dass auch diese zunehmend bei sich selbst "haarlos" bevorzugen. In deutschen Großstädten sind inzwischen Studios entstanden, die Ihre Dienste zur Enthaarung für Männer und Frauen anbieten; diese Verwenden als Methode oft die Enthaarung mit Hilfe eines Wachsprodukts, wie es vor allem auch im Orient angewendet wird.
Warum vor allem auch Männer sich enthaaren, wurde ein deutscher Professor einer Universität befragt. Er meinte lakonisch, dass bei den Männern der Penis dadurch einfach größer erscheine, eine weitere Begründung fiel ihm nicht ein.
Ich denke, wenn es das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit eines Menschen verbessert, ist es schon ein ausreichender und guter Grund.
Pflegen Sie Ihre Sexualität, sie nützt Ihnen auf allen Ebenen des Lebens!
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