Ich las vor längerer Zeit einen Reisebericht eines bekannten Völkerkundlers aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Er hatte das indische Hochland bereist und dort einen Volkstamm angetroffen, der noch von der Zivilisation fast unberührt war. Bis dorthin waren noch keine Engländer vorgedrungen, um ihnen die sogenannte abendländische Kultur beizubringen.
Dieser Volksstamm hatte auch eine ganz andere Religion, als die, die aus Indien bekannt sind. Es war ein kleines Naturvolk, außerordentlich friedfertig, das auf einige kleine Dörfer verteilt, dort lebte.
Er berichtete, dass es dort nach seinem ersten Eindruck ganz normale monogame Familien gab, wie bei uns auch. Als er aber eine Weile dort verbrachte, bemerkte er, dass es dort mit der so genannten ehelichen Treue nicht weit her war. Es war keine besondere Sache dort, wenn die Ehefrau sich mit einem andern Mann den sexuellen Freuden hingab, das gleiche galt natürlich auch für die Männer. Das Wort Eifersucht hatten sie nicht im Wortschatz. Im Gegenteil, es wurde in vielen Fällen sogar als Ehre empfunden, wenn ein bestimmter Mann sich mit der Ehefrau aufs Liebeslager niederliess. Besonders bei den zahlreichen Festen, die zu Ehren ihrer Götter gefeiert wurden und bei denen auch Alkohol eine Rolle spielte, war es gang und gäbe, dass man der sexuellen Eingebung des Augenblicks nachgab, wenn die oder auch der Auserwählte, dazu bereit war. Frauen hatten das gleiche Recht auf Anmache, wie die Männer.
Besonders beeindruckend war die Regelung der Kindererziehung, die nach dortigem Brauch ja nicht alle vom Familienvater abstammten. Die Erziehung des Nachwuchses oblag im Normalfall dem Bruder der Frau oder des Mannes. Dieser hatte die Aufgabe, die heute bei uns den Eltern zusteht.
Es gab aber noch einige andere interessante Dinge zu berichten, wie die sexuelle Erziehung der Jugendlichen und der Kinder. Für die Jugendlichen und die älteren Kinder gab es eigens eine Hütte, wo sie sich sexuellen Spielen hingeben konnten, ob alleine oder mit einem Partner, das spielte keine Rolle. Auch hielten sich dort oft mehrere Paare auf, ohne dass sich ein Pärchen vom andern beeinträchtigt fühlte. Jungfernschaft war ein Makel, das Wort als solches kannten sie gar nicht.
Die jungen Mädels bekamen nach ihrer Geschlechtsreife von ihrer Mutter einen Sud aus Blättern eines Baumes aus dem Urwald, den sie trinken mussten. Dieser Sud verhinderte die Empfängnis für etwa ein Jahr. Die jungen Menschen dort unterlagen hinsichtlich ihrer Sexualität keinerlei Einschränkungen. Die Feinheiten in dieser Kunst wurden ihnen von ausgewählten älteren Frauen bei den Jungens und älteren Männer bei den Mädels beigebracht.
Was übrigens die Verhütung mit Pflanzendrogen anbelangt, so hat sich das Wissen in einigen Kreisen bis in die heutige Zeit erhalten. Von Discovery Channel gab es eine Sendereihe über Sexualität, die aus fast 15 einzelnen Filmbeiträgen bestand, wobei in einem eben auch dieses Thema Verhütung durch Pflanzendrogen recht gut behandelt wurde. Natürlich kann die Industrie damit kein Geld verdienen und damit wird natürlich auch alles getan, um solches Wissen nicht publik zu machen. Stellen Sie sich einmal vor, jede Frau würde ihr Verhütungsmittel im eigenen Garten anbauen………….